Quelleninformationen

Ancestry.com. US-Volkszählung 1910 [Datenbank online]. Provo, UT, USA: Ancestry.com Operations Inc, 2006.
Ursprüngliche Daten: Indiziert von ProQuest anhand von auf Mikrofilm aufgezeichneten Listen der US-Volkszählung von 1910. Daten aufgenommen von der National Archives and Records Administration. 1910 Federal Population Census. T624, 1784 Rollen. Washington, D.C.: National Archives and Records Administration.

 US-Volkszählung 1910

Bei dieser Datenbank handelt es sich um einen Index der Familienoberhäupter, die bei der US-Volkszählung 1910, der dreizehnten Volkszählung der USA, erfasst wurden. Zudem können die tatsächlichen Bilder der US-Volkszählung von 1910, die vom Mikrofilm T624 (1784 Rollen) der National Archives and Records Administration kopiert wurden, anhand von Staat, Landkreis, Gemeinde und Zähldistrikt durchsucht werden.

Die an der Volkszählung von 1910 beteiligten Zähler erhielten die Anweisung, die Namen aller im Haushalt lebenden Personen zu erfassen. Die Zähler sollten folgende Kategorien in die Daten der Volkszählung aufnehmen: Name; Beziehung zum Familienoberhaupt; Alter; Geschlecht; Hautfarbe oder Rasse; ob die Person alleinstehend, verwitwet oder geschieden war; Dauer der momentanen Ehe; Anzahl der geborenen Kinder; Anzahl der noch lebenden Kinder; Geburtsort; Muttersprache; Geburtsort der Eltern; Muttersprache der Eltern; Jahr der Einwanderung in die USA; ob die Person eingebürgert wurde oder ausländischer Staatsbürger ist; ob die Person der englischen Sprache mächtig war und falls nicht, gesprochene Sprache angeben; geschäftliche Tätigkeit oder Beruf; Branche; Arbeitgeber, Arbeitnehmer oder freiberuflich tätige Person; bei Arbeitnehmern: ob die Person am 15. April 1910 arbeitslos war; bei Arbeitnehmern: Anzahl der Wochen, in denen die Person im Jahr 1909 ohne Beschäftigung war; ob die Person lesen kann; ob die Person schreiben kann; ob die Person in einem beliebigen Zeitraum ab dem 1. September 1909 eine Schule besuchte; Eigenheim oder Wohnen zur Miete; Eigenheim schuldenfrei oder mit Hypothek belastet; Farm oder Haus; Nummer der Farmliste; ob es sich um einen Überlebenden der Truppen der Nordstaaten oder der Südstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg handelt; ob die Person blind, taub oder stumm war. Anhand dieser Kategorien konnte der Kongress die in den USA lebenden Personen zum Zwecke der Steuererhebung und zur Bestimmung der Sitze im Abgeordnetenhaus ermitteln.

Es gibt wenige bzw. keine Akten, die so detaillierte Informationen zu Personen und Familien enthalten wie die US-Volkszählungen. Die Bevölkerungslisten sind fortlaufende "Bestandsaufnahmen" der Amerikaner, in denen angegeben ist, wo und wie sie in bestimmten Zeitabschnitten in der Vergangenheit lebten. Daher bietet die Volkszählung nach den Quellen am Heimatort häufig einen idealen Ausgangspunkt für die genealogische Forschung.

Die USA waren das erste Land, in denen regelmäßig Volkszählungen durchgeführt wurden. Laut Verfassung sollte eine Volkszählung aller Personen mit Ausnahme der nicht steuerpflichtigen Indianer erfolgen, um die Steuern und die Verteilung der Sitze im Abgeordnetenhaus festzulegen. Die ersten neun Volkszählungen von 1790 bis 1870 wurden unter dem United States Federal Court-System organisiert. Jedem Distrikt wurde ein US Marshal zugewiesen, der wiederum weitere Marshals zur Verwaltung der Volkszählung einsetzte. Für die Zählung in den Hoheitsgebieten waren Gouverneure verantwortlich.

Das offizielle Zählungsdatum der Volkszählung von 1910 war der 15. April 1910. Alle Antworten auf die gestellten Fragen sollten sich auf dieses Datum beziehen. 1910 umfassten die USA insgesamt 45 Staaten, wobei Utah und Oklahoma die zuletzt aufgenommenen Staaten darstellten und Arizona, New Mexico, Hawaii und Alaska als Hoheitsgebiete gezählt wurden.

Entnommen aus: Szucs, Loretto Dennis, "Research in Census Records." In The Source: A Guidebook of American Genealogy, Hrsg. Loretto Dennis Szucs and Sandra Hargreaves Luebking (Salt Lake City: Ancestry, 1997).

William Dollarhide, The Census Book: A Genealogist's Guide to Federal Census Facts, Schedules and Indexes, Heritage Quest: Bountiful, Utah, 2000.