Quelleninformationen

Ancestry.com. Berlin, Deutschland, Sterberegister, 1874-1920 [Datenbank online]. Provo, UT, USA: Ancestry.com Operations, Inc., 2014.
Ursprüngliche Daten: Sterberegister der Berliner Standesämter 1874-1920. Digital images. Landesarchiv, Berlin, Deutschland.

 Berlin, Deutschland, Sterberegister, 1874-1920

In der Stadt Berlin nahmen mit dem in Kraft treten des preußischen Gesetzes "Gesetz über die Beurkundung des Personenstandes und die Form der Eheschließung" vom 9. März 1874 zum 1. Oktober 1874 dreizehn Standesämter ihre Tätigkeit auf.

Diese Sammlung umfasst die Personenstandsregister zu Sterbefällen in den Jahren 1874 bis 1920.

Die Sammlung enthält weiterhin die Personenstandsregister aus Städten und Gemeinden der brandenburgischen Landkreise Teltow, Niederbarnim und Osthavelland, die ab dem 1. Oktober 1920 zu Groß-Berlin gehörten:

Adlershof, Altglienicke, Biesdorf, Blankenburg, Blankenfelde, Bohnsdorf, Boxhagen, Britz, Buch, (Französisch-)Buchholz, Buckow, Charlottenburg, Dahme-Forst, Dahlem, Eiche, Falkenberg, Friedenau, Friedrichsfelde, Friedrichshagen, Frohnau, Grünau, Grunewald, Haselhorst, Heiligensee, Heinersdorf, Hellersdorf, Hermsdorf, Hohenschönhausen, Karlshorst, Karow, Kaulsdorf, Kladow, Köpenick, Johannisthal, Lankwitz, Lichtenberg, Lichtenrade, Lichterfelde, Lübars, Mahlsdorf, Malchow, Mariendorf, Marienfelde, Marzahn, Müggelheim, Niederschöneweide, Niederschönhausen, Nikolassee, Oberschöneweide, Pankow, Pfaueninsel, Pichelsdorf, Rahnsdorf, Reinickendorf, Rixdorf/Neukölln, Rosenthal, Rudow, Ruhleben, Rummelsburg, Schmöckwitz, Schöneberg, Schöneweide, Siemensstadt, Spandau, Staaken, Steglitz, Sternfeld, Tegel, Tempelhof, Treptow, Wannsee, Weißensee, Wilhelmsruh, Wilmersdorf, Wittenau, Zehlendorf.

DIE BESONDERHEITEN DER ÜBERLIEFERUNG

Die Berliner Überlieferung von Personenstandsunterlagen weist verschiedene historisch begründete Besonderheiten auf. Die Evakuierung von Registerbeständen in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges und die in den Nachkriegsjahren einsetzende administrative Spaltung der Stadt führten zu einer Zersplitterung und Vervielfachung der Registerführung. So wurden im Westteil der Stadt Zweitbücher zu Erstbüchern umgewidmet, da die ursprünglichen Erstbücher nicht mehr greifbar waren. Neue Zweitbücher wurden angelegt. Gleichzeitig wurden im Ostteil der Stadt die dort lagernden Bücher aus dem Westteil gelegentlich noch fortgeschrieben und ergänzt. Dort wurden allerdings entsprechend dem in der DDR gültigen Personenstandsrecht Zweitregister und Sammelakten nicht mehr geführt und zu großen Teilen vorschriftsmäßig vernichtet. Anfang der 1990er Jahre gelangten die Bücher wieder an die ursprünglich zuständigen Ämter, so dass es dort nun sowohl umgewidmete wie auch zurückgeführte Erstregister gibt. Die zwischenzeitlich angelegten Beischreibungen konnten in den letzten Jahren vor Inkrafttreten des neuen Personenstandsgesetzes im Jahre 2009 nicht mehr durchgängig abgeglichen und ergänzt werden.

Es wurden daher im Zuge dieses Projektes auch Zweitregister digitalisiert, wenn dort vom Erstregister abweichende Einträge zu verzeichnen sind.

Für Nachfragen und weiterführende Forschungen wenden Sie sich bitte direkt an das Landesarchiv Berlin: info@landesarchiv.berlin.de.

DIE INHALTE DER PERSONENSTANDSURKUNDEN

Die Beurkundung erfolgte auf vorgedruckten Formularen, die zu Büchern gebunden sind. Jeder Jahrgang beginnt mit dem Eintrag Nr. 1, zählt dann die Einträge laufend für das Kalenderjahr fort und endet mit einem Schlussvermerk des Standesbeamten. Danach bleiben unter Umständen Dutzende Seiten frei, weil für das nächste Jahr ein neuer Band begonnen wird.

Beurkundung von Sterbefällen

Todesfälle mussten spätestens am folgenden Tag dem zuständigen Standesamt angezeigt werden. Das Sterbedatum ist daher nicht identisch mit dem Ausstellungsdatum der Personenstandsurkunde. Das Formular umfasst eine Seite.

In den Einträgen über Sterbefälle finden Sie folgende Informationen:

  • Ausstellungsort (häufig identisch mit dem Standesamt)
  • Ausstellungsdatum der Urkunde
  • Urkundennummer
  • Name, Beruf, Wohnort des/der Anzeigenden
  • Name, Geburtsname, Beruf, Wohnort, Alter, Geburtsort, Religion, Familienstand des/der Verstorbenen
    • Evtl. zusätzlich: Name des Ehegatten
  • Namen der Eltern des/der Verstorbenen
  • Sterbeort
  • Sterbezeit (Datum und Uhrzeit)
  • Ausstellungsdatum der Urkunde